Die Diskussionen um den Stadionneubau spitzen sich zu, Argumente werden ausgetauscht, Fragen gestellt. Wir haben einige für Sie gesammelt:
Die Notwendigkeit?
- Die Zukunft des RWE ist maßgeblich von einem neuen Stadion abhängig.
Der Profifußball braucht professionelle Bedingungen, ansonsten kann man die Qualität des Sports langfristig nicht mehr sicherstellen. Ohne ein neues Stadion wird der RWE in „absoluter Bedeutungslosigkeit versinken“, so Rolf Rombach, Präsident des RWE. - Die Zustände im Steigerwaldstadion sind katastrophal. Die minimale Aufenthaltsqualität geht vor allem zu Lasten der Fans.
Alte Bauelemente, z.T. aus den 30er Jahren, marode Sanitäreinrichtungen und eine fehlende Überdachung machen das Sporterlebnis für Einwohner und Gäste aus ganz Deutschland zu einem Trauerspiel. Bei schlechter Sicht und miserablen Bedingungen kann kaum die Stimmung aufkommen, die man sich erhofft. - Das Image der Stadt leidet. Zuschauer und Gäste werden abgeschreckt.
Viele Zuschauer kommen von außerhalb und meist nur wegen einem Fußballspiel nach Erfurt. Das ist auch das einzige Bild was sie mit nach Hause nehmen...Nicht gerade besonders positiv für Erfurt.
Der Gewinn?
- Das Stadion als positiver Wirtschaftsfaktor: Stärkung und Belebung der Konjunktur in Erfurt.
Magdeburg hat es gezeigt: Die Besucherzahlen haben sich nach dem Neubau nahezu verdreifacht – und das in der Regionalliga. Was Magdeburg kann, schafft Erfurt auch. Mehr Zuschauer bedeutet mehr Einnahmen für den Verein und für die Stadt. Die gesamte Infrastruktur wird gestärkt durch: bessere Hotelauslastung, höhere Nachfrage im Einzelhandel, Belebung der Gastronomie und optimale Nutzung der Kapazitäten der öffentlichen Verkehrsmittel. - Mehr Sponsoren durch ein attraktiveres Umfeld.
Schon jetzt signalisieren zahlreiche Thüringer Unternehmen die Bereitschaft zu einer langfristigen finanziellen Beteiligung im Falle eines Umbaus. Damit kann die finanzielle Situation und der Handlungsspielraum des Vereins deutlich verbessert werden. Der RWE kann dann endlich im bundesweiten Durchschnitt mithalten. - Ein Stadionumbau bedeutet Standortsicherung des Fußballs in Thüringen.
Erst durch einen Umbau können die notwendigen Bedingungen für die Fans, Spieler und den Verein geschaffen werden. Der einzige Weg den Fußball in Erfurt, im bundesweiten Umfeld, zu sichern ist ein Neubau. - Durch den Neubau wird das Steigerwaldstadion zu einer vielseitigen und modernen Sportarena für Fußball, Leichtathletik und sogar Biathlon.
Erfurt hat viele bekannte Spitzensportler hervorgebracht. Um dies auch in Zukunft zu sichern, muss etwas getan werden. - Stärkung Erfurts als Kulturstadt: Eine neue Arena bietet ganz neue Möglichkeiten.
Neben dem Sport kann eine Arena für zahlreiche Events, wie Open-Air Konzerte und Freilichtkino, genutzt werden. Das stärkt die kulturelle Identität und bringt der Stadt, den Zuschauern und den Einwohnern viele Vorteile. Das Ziel: eine Begegnungsstätte für die gesamte Familie.
Die Finanzierung?
- Die anfallenden Reparatur- und Instandhaltungskosten kommen der Stadt genauso teuer wie die Beteilung am Umbau.
Um den neuen Auflagen des DFB nachzukommen, muss ohnehin eine Teilsanierung vorgenommen werden. Auch die Instandhaltungskosten werden für die alte Anlage, aufgrund der veralteten infrastrukturellen und technischen Gegebenheiten, in den nächsten Jahren steigen. Diese Kosten könnte man langfristig sparen. - Die Kosten für die Stadt können durch die Mehreinnahmen gedeckt werden.
Ein neues Stadion bedeutet nicht nur Mehrkosten, sondern auch Mehreinnahmen. Nach aktuellen Prognosen ist eine ausgeglichene Finanzierung durch zusätzlich Einnahmen möglich.
|
|